Dinge, die jeder Backpacker kennt

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1. Mehr Cash als Johnny!

Wer kennt es nicht, man ist wieder unterwegs auf einem Trip durch mehrere Länder, mit jeweils unterschiedlichen Währungen, und plötzlich bekommt man wieder komische Blicke an der Kasse zugeworfen, weil man gleichzeitig mit nepalesischen Rupien, chinesischen Yuan, europäischen Euros und japanischen Yen bezahlen will.

2. Sprachverlust!

Man ist lange „on the run“ und das Englische ersetzt immer mehr die eigene Muttersprache. Irgendwann erwischt man sich selbst dabei wie Füllwörter wie „like, so oder auch it’s“ immer mehr auch in die deutsche Sprache mit eingebaut werden. Schwierig wird es dann, sich, über Skype oder Whatsapp, beim Austausch mit seiner Familie oder Freunden, noch richtig zu artikulieren.

3. Wo sind die verdammten Socken!

Es ist genau so gefürchtet wie bekannt, das sagenumwobene Klamottenmonster. Niemand ist sicher, jeden kann es treffen. Nicht selten tauscht man sich im Hostel darüber aus, auf welch mysteriöse Weise diverse Socken, Boxershorts oder auch T-Shirts sich schon in den Fängen des geheimnisvollen Wesens befinden und sich aus dessen Gefangenschaft auch  nie wieder befreien werden können. Da bleibt nur zu sagen, „Rest in Peace“.

4. Packesel!

Vor jeder Reise nimmt man sich vor diesmal wirklich nur mit Handgepäck und sehr minimalistisch zu reisen. Schlussendlich läuft es dann aber doch auf einen 80 Liter Osprey Rucksack und gefühlt 100 Kilo Gewicht auf dem Rücken hinaus.

5. So ein hässliches Visa!

Ja, man ist nicht auf Reisen um Stempel und Visa in seinem Pass zu sammeln, allerdings freut man sich doch immer wieder über ein künstlerisch sehr ausgearbeitetes und ansprechendes Visa, welches als weitere Schmückung des Passes fungiert. Umso enttäuschter ist man dann, wenn man nach Stunden oder auch Tagen des Wartens endlich sein Visa in den Pass gedruckt oder geklebt bekommt und man dann von einem schwarz-weißen, ohne Mühe entworfenen, Aufkleber, angestrahlt wird. (PS.: Das singhalesische Visa ist bis jetzt mit Abstand mein unschönstes Visa ..)

 

6. Die Rucksack Hass-Liebe!

Jeder, der nur mit Backpack unterwegs ist, wird sie kenn. Die Rucksack Hass-Liebe. Der Rucksack enthält alle persönlichen Gegenstände, er ist unser stetiger Begleiter, quasi unsere „Homebase“ auf unseren Schultern, welche gehegt und gepflegt wird wie ein Baby. Und trotzdem, wenn man am Gepäckband steht um auf seinen liebsten zu Warten, dann wird man doch etwas wehmütig, wenn man die schnieken Rollkoffer neben sich sieht, die ohne große Mühe die langen Flughafengänge entlang geschoben werden können, man selbst aber ,mit Rucksack und noch 3 weitern Taschen bepackt, jedes Mal aufs Neue, ein gewagtes Kunststück aufführen muss, um all seine Sachen sicher und am Stück von Flughafen über Subway, Taxi, Bus oder Bahn bis zum Hostel transportieren muss. (PS.: Schon mal versucht damit Fahrrad zu fahren? Grauenhaft!)

7. Romantische Flughafennächte!

Da muss jeder mal durch, anfangs noch mit Euphorie erwartet, entwickelt sich eine Nacht am Flughafen schnell zu einer Mischung aus Fast-Food-Ketten Fraß und schlaflosen Nächten auf Sitzgelegenheiten mit verdammten Lehnen. Besonders entspannend wird es natürlich wenn die Geschäfte um 23 Uhr oder 24 Uhr schließen und man 6 Stunden ohne Belustigung verbringen muss. Als nächtliche Highlights bleiben dann nur die Putzkolonne und der Sicherheitsdienst. Aber was macht man nicht alles um günstig um die Welt zu kommen.

 

8.Euphorie, Euphorie!

Lange hat man gespart, endlich ist es soweit, der nächste Flug oder das nächste Hostel wurde gebucht und sogleich verspürt man ein, sich immer mehr ausbreitendes, Gefühl, das sich irgendwo zwischen Glück, Euphorie, Begeisterung und Vorfreude befindet.

 

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Hi, ich bin Jonas, 19 Jahre alt und im Moment offiziell Reisender. Direkt nach dem Gymnasium an die Uni und weiter lernen bzw. studieren war einfach nicht mein Ding. Ich wollte raus und die große, weite Welt sehen. Schnell war klar, Asien soll es werden. Vielfältig, anders und auch ein bisschen billiger als der Rest des blauen Planeten. Mit meinem neuen Zuhause auf meinen Schulter, brach ich Anfang August ins Land der Mitte auf. Viele neue Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen durfte ich sammeln, aber all das und noch viel mehr könnt ihr auf meinem Baby, meinem Reiseblog, travelriots.com, nachlesen. Viel Spaß!
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2 KOMMENTARE

  1. Hallo Jonas,\n\nmusste teilweise schmunzeln! Dein Beitrag hat einige Erinnerungen bei mir geweckt!\nIch habe für mich festgestellt, dass man als Backpacker irgendwann wie eine Art einstudierten Vortrag parat hat, sobald die Einstiegsfragen „Wie heißt du?“, „Woher kommst du?“, „Was hast du vorher gemacht?“, „Ist das deine erste Destination und wohin geht es als nächstes?“ gestellt werden.\n\nLiebe Grüße!\nMatthea

    • Hey Matthea, \nschön, dass dir der Artikel gefällt, das freut mich sehr! \n\nIch hab noch gar nicht daran gedacht, obwohl ich es jeden Tag gefühlt 100 Mal aufsage, aber du hast vollkommen recht 🙂 \n\nMuss ich auf jeden Fall noch mit aufnehmen! \n\nLG \nJonas

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