Wenn ich von meiner Reise erzähle, dann bleiben die meisten Leute immer an Myanmar hängen. Viele wissen nicht einmal, dass es existiert, benutzt man dann den alten Namen Burma, haben die wenigsten noch eine wage Vorstellung davon, was das Land und seine Bewohner zu bieten haben.

Übel nehmen kann man es den Leuten aber eigentlich nicht. Myanmar stand seit 1962, nachdem es mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges den Briten zugefallen war, unter militärischer Diktatur. Erst seit 2011 ist ein langsamer aber kontinuierlicher Demokratisierungsprozess erkennbar, was sich auch in den Einreisemöglichkeiten und anderen, dem Tourismus betreffenden Bereichen, widerspiegelt.

Für mich stand das Land von Anfang an ganz oben auf meiner Liste, da es aufgrund seiner Vergangenheit noch wenig besucht ist und für mich, so dachte ich, somit den richtigen Backpackervibe vermittelt.
Ich sollte Recht behalten.

Kulturelle Vielfalt

Betrachtet man den geschichtlichen und geographischen Hintergrund Myanmars genauer, soll stellt man schnell fest, das Myanmar nicht etwa „ein Volk“ enthält, sondern aus vielen kleineren ethnischen Gruppen und Regionen zusammengesetzt ist. Das führt zum einen natürlich zu Spannungen im Land selbst, begründet aber auch den kulturellen Reichtum, den Myanmar zu bieten hat.

Das solltest du unbedingt sehen:

Ort und Plätze die du bei deiner Myanmarreise auf keinen Fall vergessen darfst:

Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit

Auf meiner Reise musste ich leider den Süden etwas aussparen, weshalb ich dazu leider wenig sagen kann. Die oben genannten Orte sind aber auf jeden Fall ein Muss. Für Tipps und Vorschläge bin ich wie immer offen.

Nett ohne Grund

In Myanmar ist mir besonders aufgefallen, wie nett Menschen doch eigentlich sein können. Wann immer man sich mit anderen Reisenden unterhalten hat, ist dieser eine Satz gefallen: „Nice without a reason“. Die allermeisten Locals, die ich während meiner Zeit dort getroffen haben, waren super nett, offen und sofort hilfsbereit und das ganz ohne Grund bzw. Gegenleistung, nur der Herzlichkeit und Gastfreundschaft wegen.
In vielen anderen, touristisch mehr erschlossenen, Ländern Südost-Asiens fühlt man sich wie eine Gelddruckmaschine. Die Leute sind zwar nett und hilfsbereit, wollen aber fast immer eine Gegenleistung dafür. In Myanmar nicht.
Ich weiß nicht, in welchem Land der Welt ein Autofahrer zwei Hitchhiker über 14 Stunden lang in seinem Auto mitgenommen hätte, dazu noch interessante Geschichten über sein Land und sein Leben erzählt hat und dann noch darauf besteht, uns 3 Mal zum Essen einzuladen. Wirklich nie hätte ich mir das Vorstellen können.

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.

Ich glaube, viele Bewohner dieses schönen Landes leben wirklich nach der „Goldenen Regel“.

Vergiss nicht:

… du befindest dich in einem sich öffnenden Entwicklungs-/Schwellenland. Infrastruktur und hygienische Standards werden nicht immer an deine westlichen Erfahrungen heranreichen

… respektiere die lokalen Gepflogenheiten

… scheue dich nicht mit Händen und Füßen zu sprechen

… sei offen und rede mit den Locals, sie freuen sich sehr

… die wichtigsten Begriffe gibt’s hier

Faszinierend

Myanmar ist divers, wunderschön, nicht überlaufen und einfach faszinierend. Jeder, der keine 5-Sterne Hotels und top Touristenbusverbindungen benötigt, der sollte sich Myanmar unbedingt auf seine Liste schreiben.

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6. Juli 2017

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