Tokyo Drift

Japan, besonders Tokyo, ist ein Land der Superlative. Für einige Zeit konnte ich in diese positiv verrückte Kultur eintauchen und wurde vollends in ihren Bann gezogen. Aber lest sebst.

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Mit Spring Airlines ging es für mich am 19. Februar von Shanghai nach Tokyo. Raus aus China und endlich mal nach Japan. Der Flug war angenehm kurz, auch wenn die Beinfreiheit sehr zu wünschen übrig gelassen hat – Budget Airline eben. Der Flug war allerdings nur von kurzer Dauer und so konnte ich meinen Beinen am Flughafen Haneda in Tokyo wieder etwas Freilauf genehmigen. Da ich mitten in der Nacht angekommen war, verbrachte ich die ersten Stunden in Japan, halb schlafend halb wach, am Flughafen.

Anne Hostel Tokyo

Nachdem die Sonne die Stadt mit ihren ersten Strahlen erhellt hatte, machte ich mich auf den Weg Richtung Hostel. Untergekommen war ich im Anne Hostel im Stadtteil Asakusabashi. Die Unterkunft ist relativ Zentral gelegen, mit einer guten U-Bahn, sowie Zuganbindung. Die Zimmer sind modern gehalten und die Betten groß. Besonders gefallen hat mir die private Ablagefläche direkt am Bett sowie die beiden Steckdosen in Reichweite. Eine Küche sowie ein Aufenthaltsraum mit PC’s, einer Playstation und Wii, sowie Büchern und Sitzmöglichkeiten sind vorhanden. Alles in allem ein zu empfehlendes Hostel, in dem man schnell andere Reisende kennenlernt.

Was man nicht verpassen darf

Da ich, auch den Preisen in Tokyo geschuldet – etwa wie in Deutschland, nur ein paar Tage in Tokyo hatte, startete ich sogleich meine Entdeckungstour. Meinen ersten Stopp legte ich im Stadtteil Akihabara ein. Bekannt geworden ist dieser durch seine sehr stark ausgeprägte Manga- und Technikszene. Unvorstellbar bunt und durcheinander, aber auf jeden Fall sehenswert. Einfach nur verrückt, wenn man es an deutschen Standards messen will.

Weitere Highlights meiner Tokyoreise waren natürlich die üblichen Touristenspots, die man unbedingt mitnehmen sollte. Den Tokyo Tower, den Meiji Jingu Shrine, die, an den News Yorker Times Square erinnernde, Shibuya Kreuzung und die Aussicht über Tokyo, aus dem kostenlosen Tokyo Metropolitan Government Building, muss man gesehen haben. Zu den besten Sehenswürdigkeiten in Tokyo gibt es allerdings schon Tonnen an Material in Internet zu finden, weshalb ich lieber auf mein absolutes Tokyo-Highlight eingehen will.

Tsukiji Fischmarkt in Tokyo

Es handelt sich hierbei um keinen geringeren als um den Tsukiji-Fischmarkt. Einen Fisch-, Gemüse- und Obstmarkt mitten in Tokyo. Besonders zeichnet er sich durch die Möglichkeit der Teilnahme an einer echten Tunfischauktion aus. Täglich wird nur 120 Touristen der Eintritt zur Auktion gewährt, weshalb die Plätze, gerade in der Hauptsaison, schnell weg sind.

Da man sich ab 3 Uhr morgens einschreiben kann und mir ein Taxi zu teuer war, habe ich die letzte U-Bahn Richtung Markt genommen. Somit war ich um halb 1 Uhr morgens vor Ort und habe ein ganz außergewöhnliches Bild bekommen. Tausende von Lieferwagen und LKWs tummeln sich um das ganze Gelände. Es riecht nach frischem Fisch, welcher tonnenweise verladen wird. Hat man genug gesehen, kann man die Zeit wunderbar in diversen 24 Stunden Läden, wie 7-Elven, totschlagen. Zudem befinden sich rund um den Markt auch einige 24-Stunden Restaurants und Cafés, in denen man die Zeit wunderbar überbrücken kann. Ich selbst habe mir frisches Sushi genehmigt. Als ich um 3 Uhr morgens zur Registration bereit stand, war ich noch der Einzige, was sich allerdings innerhalb von wenigen Minuten änderte. Das frühe Aufstehen bzw. wach bleiben hat sich also gelohnt. Bis zum Aukitonsstart mussten dann noch einmal 2 Stunden mit der Kunst des Nichtuns ausgefüllt werden.

100 Euro das Kilo

Gegen 5:25 wird man dann mit einer Gruppe von ca. 60 Leute in den Auktionsraum gelassen, in dem sich unzählige tiefgefrorene Tunfische, sowie ihre Verkäufer und Käufer, befinden. Kilopreis ist selten unter 100 Dollar. Der eigentliche Akt des Kaufens ist schnell über die Bühne gebracht und für Leihen schwer zu verfolgen. Es wird hier sehr viel mit Handzeichen gearbeitet. Nach 25 Minuten muss man die Aktion wieder verlassen und wird aus dem Gelände geführt. Danach kann man sich jedoch ohne Probleme wieder ins Getümmel stürzen. Man sollte bloß darauf achte, dass man die Käufer und Verkäufer nicht bei der Arbeit stört.

Mehr Bilder

Tokyo Drift – Arcade
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Der Tsukiji-Fischmarkt ist das frühe Aufstehen wirklich wert. Man fühlt sich wie in einem gigantischen Ameisenhaufen der völlig chaotisch ist, trotzdem aber Reibungslos funktioniert. Wollte ihr noch einiges visuelle Eindrücke von Tokyo sammeln, dann empfehle ich euch mein Video auf Youtube.

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Hi, ich bin Jonas, 19 Jahre alt und im Moment offiziell Reisender. Direkt nach dem Gymnasium an die Uni und weiter lernen bzw. studieren war einfach nicht mein Ding. Ich wollte raus und die große, weite Welt sehen. Schnell war klar, Asien soll es werden. Vielfältig, anders und auch ein bisschen billiger als der Rest des blauen Planeten. Mit meinem neuen Zuhause auf meinen Schulter, brach ich Anfang August ins Land der Mitte auf. Viele neue Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen durfte ich sammeln, aber all das und noch viel mehr könnt ihr auf meinem Baby, meinem Reiseblog, travelriots.com, nachlesen. Viel Spaß!
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