Trekken im Himalaya – Bonierte Fakten

Wer meinen Artikel über den Mount Everest Base Camp Trek gelesen hat, der hat hoffentlich gesehen und gemerkt, wie gut es mir gefallen hat. Wenngleich so ein Abenteuer nicht ganz billig ist, sollte es jeder mal versuchen.

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Über Geld und Finanzielles spricht man für gewöhnlich nur selten, trotzdem möchte ich euch anhand meines Beispiels aufzeigen, mit welchen Ausgaben ihr beim Trekken im Himalaya ungefähr rechnen müsst. Ich will damit erreichen, dass ihr nicht einfach blauäugig in euer Trekkingabenteuer im Himalaya starten müssten, sondern euch die Dimensionen eines solchen unvergesslichen Abenteuers etwas bewusster werden. Eins möchte ich euch von Anfang an klar machen, billig ist es nicht, aber sein Geld wert. Wollt  ihr mehr über den Mount Everest Base Camp Trek oder auch Trekken im Annapurna erfahren, dann schaut doch auch bei meinen jeweiligen Artikeln dazu vorbei.

550 Dollar

Um die Katze aus dem Sack zu lassen, 550 Dollar, soviel Geld haben mir 12 Tage mitten im Himalaya ungefähr gekostet. Das meiste Geld habe ich dabei in den vier Bereichen Transport, Essen, Übernachtung und Permits gelassen.

Permits

Noch bevor man überhaupt einen Fuß auf irgendeinen Berg setzen kann, braucht man für sehr viele Trekkinggebiete im Himalaya eine Permit, die es einem erlaubt, sich in diesem Gebiet aufzuhalten. Dabei variieren die Preise stark. Das Mount Everest Gebiet gehört hier zu den teureren, während man beispielsweise in der Annapurna-Area günstiger weg kommt. Neben der Permit benötigt jeder Wanderfreund auch eine TIMS-Card (Trekkers-Information-Management-System), durch welche man offiziell registriert ist. Genaueres zur TIMS-Card findet ihr hier. Mit TIMS-Card (20 Dollar) und Permit, hier kommt es immer auf die Gegend an, kommt man ca. auf 50 Dollar.

Transport

Tatsächlich hat dieser Teil bei mir die größten Ausgaben verursacht, da ich ,um den Mount Everest Base Camp Trek zu machen, zwei Mal geflogen bin. One-Way hat mich das 150 Dollar gekostet. Leider bringt hier jede Flugsuchmaschine der Welt nichts, es gibt nur eine Hand voll Anbieter und diese fordern alle ca. 150 Dollar für ihre Flüge. Fliegen muss man allerdings nicht bei jedem Trek im Himalaya, weshalb die Transportkosten stark variieren können. Ich denke allerdings, dass man auch ohne fliegen 100 Dollar Roundtrip für Transport einplanen kann. Manchmal mehr, wie in meinem Fall, manchmal aber auch weniger.

Essen und Schlafen

Hat man die Anreise geschafft, dann stehen nicht mehr viele Möglichkeiten zur Verfügung, um Geld zu lassen. Das einzig was man dann macht ist Laufen, Essen und Schlafen. Essen und Schlafen kann man eigentlich zusammen fassen, da man, wie in meinen anderen Trekking Beiträgen schon angesprochen, fast immer umsonst schlafen kann, wenn man auch in der jeweiligen Lodge zwei oder drei Gerichte zu sich nimmt. Im Durchschnitt kann man ca. 20 Dollar bis 25 Dollar pro Tag rechnen. Nahrungsmittel aller Art werden mit zunehmender Höhe zunehmend teurer, da sie entweder von Mensch bzw. Tier getragen oder mit dem Helikopter geliefert werden.

Persönliche Bedürfnisse

Auch bei Verpflegung und Übernachtung ist aber anzumerken, dass auch dieser Teil sehr variabel ist. Es kommt hier ganz auf die persönlichen Bedürfnisse an. Muss es jeden Tag Steak und Wein sein, oder reicht auch Dal Bhat? Will man jede Nacht heiß Duschen, oder genügt am nächsten Morgen eine kalte Katzenwäsche? Will man sein Handy laden, oder kommt man mal ohne Smartphone aus?
All das sind Fragen, die man sich stellen muss und je nach Antwort kann sich der Preis nach oben oder eben nach unten verschieben. Eins möchte ich klar stellen, ab einer bestimmten Höhe kostet ALLES, wirklich ALLES Geld. Es ist somit sehr leicht möglich auch 50 Dollar pro Tag auszugeben. Heiß Duschen kostet meistens 4 bis 8 Dollar, Akkus laden ungefähr 3 bis 5 Dollar, ein Steak ca. 10 bis 15 Dollar und eine Dose oder Flasche Bier gut und gerne 7 Dollar.

Ausrüstung

Was zu Beginn eurer Reise noch ein großer Kostenfaktor sein kann, ist die Ausrüstung (Schuhe, Jacken etc.). Ist man nicht perfekt ausgerüstet kann man in Kathmandu Unmengen an FAKE Klamotten, Schuhen und sonstigen Accessoires erwerben, diese halten dann zwar den Trip durch, viel länger aber wahrscheinlich nicht. Es gibt auch originale Stores, hier zahlt man dann aber auch originale Preise. Es kommt also auf eure jeweilige Situation an, ob euer Trip nochmal 200 oder mehr Dollar teurer wird oder nicht.

Das letzte Hemd hat keine Taschen

Zum Schluss habe ich meine Ausgaben für euch zur besseren Übersicht nochmal tabellarisch dargestellt. Ich hoffe der Beitrag T“rekking im Himalaya – Bonierte Fakten“, konnte euch die Rahmenbedingungen für so ein außergewöhnliches Abenteuer bewusster machen.
Ich bin sehr froh, dass ich nicht knauserig war und den Trek durchgezogen habe. Seid euch immer bewusst, das letzte Hemd hat keine Taschen, doch Erinnerungen bleiben für immer.

Kosten
TIMS-Card + Permit 50$
Transport (Flüge, Roundtrip) 300$
Verpflegung/Übernachtung 20$ pro Tag (ca. 240$)
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Gesamt: 590$

Durchschnittliche Angaben. Können von der Realität abweichen.

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Hi, ich bin Jonas, 19 Jahre alt und im Moment offiziell Reisender. Direkt nach dem Gymnasium an die Uni und weiter lernen bzw. studieren war einfach nicht mein Ding. Ich wollte raus und die große, weite Welt sehen. Schnell war klar, Asien soll es werden. Vielfältig, anders und auch ein bisschen billiger als der Rest des blauen Planeten. Mit meinem neuen Zuhause auf meinen Schulter, brach ich Anfang August ins Land der Mitte auf. Viele neue Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen durfte ich sammeln, aber all das und noch viel mehr könnt ihr auf meinem Baby, meinem Reiseblog, travelriots.com, nachlesen. Viel Spaß!
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