#ZukunftVision2036 [Blogparade von Yasemin Akdemir]

20 Jahre ist eine verdammt lange Zeit. Und trotzdem habe ich mir Gedanken darüber gemacht, bei der Blogparade von Yasemin Akdemir, aka weltenbewegerin.

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In was für einer Welt werde ich 2036 leben?

Diese Frage stellt Yasemin Akdemir auf ihrem Blog weltenbewegerin.de und startet so den Aufruf zu einer neuen Blogparade. Ich selbst habe noch nie an einer solchen Blogparade teilgenommen, allerdings hatte ich es sowieso geplant und die Idee über unsere Gedanken über die Zukunft zu schreibe, finde ich sehr interessant.

Eigentlich ist es komisch, dass sich ein Achtzehnjähriger, der gerade einmal mit der Schule fertig ist, Gedanken darüber macht, wie die Welt in 20 Jahren aussehen wird. Ich meine, ich bin ja noch nicht einmal 20 Jahre zuhause auf diesem Planeten.
Und trotzdem, gerade in der Zeit des Neuanfangs, der ja nach dem Beenden der Schulzeit ansteht, muss sich gerade ein Achtzehnjähriger besonders Gedanken machen, wo es in nächster Zeit hingehen soll.

„Fuck for school! steht an der Bushaltestelle geschmiert“

Allerdings soll es in meiner Zukunftsvision2036 nicht um Ausbildung, Uni, Studium oder Job gehen. Vielmehr soll es um die Dinge gehen, von denen ich hoffe, dass sie bleiben, auch noch in 20 Jahren.

Ich hoffe, dass ich auch noch in zwei Jahrzehnten mit meinen schwarzen und teilweise kaputten Vans Schuhen, der löcherigen skinny Jeans und einem Shirt meiner Lieblingsband irgendwo auf der Welt mit Freunden und Fremden, die zu Freunden werden, auf einem Festivalzeltplatz campen kann, ehe man sich am frühen Abend im Moshpit destruieren lassen kann, um sich dann beim nächtlichen Umtrunk noch den Rest zu geben.


Ich hoffe, dass ich auch noch in zwei Jahrzehnten mitten in der Nacht Whatsappnachrichten wie „Ey ich hab im November eine Woche Urlaub. Wo bist du da? Ich komm dich besuchen“ bekomme, nur um dann das Schlafen sein zu lassen, da man einen Spontantrip nach Sri Lanka mit seinem guten Kumpel zu planen hat.
Ich hoffe, dass ich auch noch in zwei Jahrzehnten eine Punk und Hardcore Show in irgendeinem Untergrundclub besuchen kann, nur um unglaublich tolle neue Leute kennenzulernen, die mich dann um 1 Uhr Nachts zum koreanischen Barbecue einladen und der Abend letztlich um halb 5 Uhr früh in einem südkoreanischen Taxi endet und man fast seinen Flug nach China verpasst.
Ich hoffe, dass ich auch noch in zwei Jahrzehnten genau das machen kann was ich will, ohne, dass mir ständig jemand vorgibt wie es geht und wie ich es zu machen habe. Ich hoffe, dass ich auch noch in zwei Jahrzehnten ein freies und unbestimmtes Leben nach meiner Vorstellung führen kann.

Gerade in der Zeit in der man die Schule verlässt hört man ständig, alles wird anders, alles verändert sich. Und ja, so ist es. Und ja, es ist auch gut so. Dennoch, ich hoffe für mich, dass ich auch in 20 Jahren noch genau solche Momente wie oben beschrieben haben werde. Ich hoffe, dass ich auch in 20 Jahren noch spontan, blauäugig und manchmal auch etwas naiv einfach Dinge machen kann die ich will.

Ich hoffe nur, dass ich in 20 Jahren nicht in einem grauen Anzug in einem grauen Büro in einem grauen Leben sitze, sondern dass ich etwas von dieser Leichtigkeit und Unbeschwertheit auch noch in die nächsten 2 Jahrzehnte mitnehmen kann und nicht vom Alltagstrott gefangen werde.

Das Beste an den nächsten 20 Jahren wird aber sein, dass ich immer Freunde und Familie hinter mir wissen kann, die mich genau dabei unterstützen werden.

In diesem Sinne, Vorsicht pathetisches Zitat:

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

 

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Hi, ich bin Jonas, 19 Jahre alt und im Moment offiziell Reisender. Direkt nach dem Gymnasium an die Uni und weiter lernen bzw. studieren war einfach nicht mein Ding. Ich wollte raus und die große, weite Welt sehen. Schnell war klar, Asien soll es werden. Vielfältig, anders und auch ein bisschen billiger als der Rest des blauen Planeten. Mit meinem neuen Zuhause auf meinen Schulter, brach ich Anfang August ins Land der Mitte auf. Viele neue Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen durfte ich sammeln, aber all das und noch viel mehr könnt ihr auf meinem Baby, meinem Reiseblog, travelriots.com, nachlesen. Viel Spaß!
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4 KOMMENTARE

  1. Hey Jonas, \n\nDanke für deinen Beitrag in der Blogparade #Zukunftvision2036. Trotz Umwandlung der Fragestellung — oder gerade deswegen 😉 — gefällt mir dein Beitrag besonders. Da merkt man, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Genau solche Beiträge, hatte ich mir erhofft.\n\nIch hatte ehrlich gesagt gar nicht im Blick, dass wenn unter 20-Jährige mitmachen man weiter als die Zeitspanne der eigenen Existenz nachdenken müsste. Daher, super gelöst!\n\nLieben Gruß und Danke erneut für deinen Beitrag,\nYasemin aka Weltenbewegerin.

    • Hey Yasemin, \nvielen Dank für deine lieben Worte. Freut mich sehr, dass es dir gefällt!\nFand auch die Idee der Blogparade sehr gut, da es mal etwas anderes war und viel Platz für Kreativität gelassen hat.

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